Spieltag 7: OTSV Wolves – DJK Rheda 52:84 (35:33)

(CH) Auf das Halbzeitergebnis schauen! Dann weiß man, wie die erste Hälfte gegen den ungeschlagenen Tabellenführer, der seine Spiele im SCHNITT mit über 50 Punkten gewonnen hatte, gelaufen ist.

Die Wolves mussten neben den Langzeitverletzten Michael Meihöfer, Lukas Löwen und Philipp Löwen kurzfristig noch auf Jannis Hoffmann verzichten. Aber die Neun, die sich das Trikot übergezogen hatten, hatten sich einiges vorgenommen. Rheda wiederrum war in voller Mannschaftsstärke angereist und auch größentechnisch überlegen. Besuch gab es u.a. von Vertretern des TuSpo Rahden, die wie viele in der Halle Anwesenden nicht glauben konnten, was sie in der ersten Halbzeit sahen.

Der OTSV war die ersten kompletten 20 Minuten ein Gegner auf Augenhöhe, phasenweise deutlich besser als der Aufstiegsaspirant. Mit kontrollierten Spielzügen, aber vor allem einer richtig aggressiven Verteidigung verursachte der OTSV bei Rheda zunehmend Nervosität. Hinten hielt Hightower Emirhan Topal den Laden zusammen, vorne wurden die Angriffe konsequent abgeschlossen.

Ein 13:1-Run der Wolves zu Beginn des zweiten Viertels verstärkte die Unruhe bei Rheda zunehmend, waren die Punkte in Pr. Oldendorf doch ohne Frage eingeplant. Rheda nahm eine Auszeit und konterte im Folgenden mit einem 9:2-Lauf kurz vor der Halbzeit.

Weil es aber so schön und gleichzeitig unerwartet war, noch einmal: Halbzeitführung mit 35:33 gegen Rheda!

Es lag definitiv nicht an Überheblichkeit oder mangelnder Motivation, sondern einfach an der Klasse von Rheda, dass die zweite Halbzeit mit einem 21:2-Lauf für Rheda begann. Die DJK spielte so druckvoll und aggressiv im Ballvortrag des OTSV, dass dieder sich daraus nur selten befreien konnte, viele Turnover verursachte und nur noch selten in gute Angriffspositionen kam. Das war einfach perfekt ausgespielt. Punkt, Aus, Ende. So war das Spiel in Minute 25 beim Stand von 37:54 vorentschieden. Besonders die 3er eines ehemaligen rumänischen Profispielers taten den Wolves extrem weh. Trotzdem wehrte sich der OTSV gegen den Druck und kam ab der 25. Minute wieder häufiger aufs Scoreboard. Am Ende gehen die Punkte aufgrund einer starken zweiten Halbzeit aber nach Rheda.

Zitat von Jürgen Erdmann, Schiedsrichter aus Gütersloh, einige Tage vor dem Rheda-Spiel: „Wenn ihr unter 100 Punkte bleibt, habt ihr gewonnen“. Nach dem Spiel kann man sagen: Erwartungen definitiv übertroffen!

Es spielten: Tim Klipenstein, Danny Klipenstein, James Nachtigall, Christoph Horstmann, Julian Brinkmeyer, Sebastian Rominski, Jannik Kaiser, Sven Meyer und Emirhan Topal.

 

Jetzt ist drei Wochen spielfrei. Da sich die BBG Herford 4 leider aus dem Spielbetrieb verabschiedet hat, fällt das Spiel am 14.12.19 leider aus. Somit ist das Derby gegen den TuSpo Rahden am 07.12.19 um 17:30 Uhr das letzte Spiel des Jahres. Wir würden uns freuen, wenn ganz viele Zuschauer als Unterstützung den Weg in die Halle finden würden.